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Daniel Yakubovich
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  • Synagogenbau
    • Zur zweiten Auflage
    • Teil I. Geschichte und Gegenwart
      • Einleitung
      • Synagogen — eine Dialektik zwischen Freiheit und Unterdrückung
      • Eine Gratwanderung — das Dilemma der Rekonstruktion
      • Jegliches hat seine Zeit — Steine zerstreuen und Steine aufsammelnnach
      • Vom Phantom zum Entwurf – die Rykestraße als Echo eines Raumes, der nicht mehr ist
      • Asche zu Asche — neue Formen einer lebendigen Erinnerung
    • Teil II. Projekt und Programm
      • Entwurfsgrundlagen
      • Himmelsleiter (Treppenhaus)
      • Amalgam (sekuläre Räume)
      • Zwischenraum (Entrée)
      • Festtagssynagoge
      • Hortus Conclusus (Dachgarten)
      • Mikwe
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      • Fassade
      • Schoah-Fassade (Hof)
      • Blick hinter die Kulissen
    • Teil III. Resonanz und Rezeption
      • Gesendet: Gespräche, die bleiben…
      • „Architektur kann kein Trauma heilen“
      • „Geschichte kann man nicht zurückbauen“
      • „Wie soll der Wiederaufbau aussehen?“
      • „Synagogen entwerfen ohne Juden?“
      • „Man macht das Zerstörte architektonisch ungeschehen“
      • Nachwort (2025)
    • Danksagung
    • Kay Zareh (1943–2025)
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Daniel Yakubovich Daniel Yakubovich

Ornament und Gedächtnis — Übersicht

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Aus der Reihe „Ornament und Gedächtnis“ – über die ästhetische Verarmung der Moderne und die moralische Entwertung des Ornaments – und darüber, wie Stadtfassaden ihr Gedächtnis verlieren.

Exzerpt: Die vorliegende Reihe spannt einen historischen Bogen bis in eine Gegenwartsdiagnose und zeigt, dass Fassadenschmuck ein unentbehrlicher Bestandteil der Baukultur war; als analoge Informationsschicht erfüllte er tektonische und soziale Aufgaben gleichermaßen. Spätestens seit Adolf Loos‘ Gleichsetzung von Ornament und Verbrechen wird Fassadenschmuck moralisiert und entstuckt. Teil II radikalisiert das Bild der Entstuckungswellen des 20. Jahrhunderts als Enthäutungen. Es wird deutlich, dass Ornament nicht überflüssiger Dekor ist, sondern vor allem eine Grammatik, die Tragwerk, Fügung und Maßstäblichkeit lesbar macht, das Bauwerk erst sprechen lassen. Teil III bringt das auf den Punkt: In Berlin wirkt „Stadtreparatur“ und Neubau leblose und kulissenhaft; sie ist von historischer Atmosphäre und Qualität weit entfernt. Die Gründe hierfür liegen in Normendichte, Nachweis- und Zertifizierungslogiken, Versicherungen und Vergabe – eine stille Umverteilung „von der Mauer zum Papier“.

Politische Reformimpuls: (1) Redundante Nachweise und technische Regeln entrümpeln, doppelte Prüfpfade abbauen (Verschlankung der Bau- und Baunebenkosten); (2) Vergabepraxis und Kriterien so umbauen, dass Qualität nicht systematisch am Anfang gestrichen wird (Optimierung der Baukosten); (3) Liegenschaftspolitik so ausrichten, dass kleinteilige Entwicklung und Mittelstand wieder Chancen haben (analog zum Bauboom der Gründerzeit); (4) Gestalterische Mindeststandards definieren (nicht als Stilfrage, sondern Wert- und Stadtqualitätshebel)

„Ornament verschwendet nichts, es bewahrt.“ – „Kein Körper kommt ohne Haut aus, aber nur in der Architektur gilt die glatte Oberfläche als Ideal.“ – „Das eigentliche Delikt der Moderne besteht nicht darin, Häuser entschmückt zu haben, sondern darin, ihren Schmuck für ein Delikt zu halten.“ – „Wir wohnen heute effizienter, aber wir treten weniger würdevoll in Erscheinung.“

Langfassung: Teil I–III

Teil I.

Entstuckung und Verbrechen

über die Stadt als Archiv, das Ornament als Speicher, die Entstuckung als kollektive Amnesie

© 2023 Daniel Yakubovich

Teil II.

Tektonik und Semantik

über Enthäutung und Erotik, das Ornament als Konstruktion und die Fassade als Sprechakt

© 2021 Daniel Yakubovich

Teil III.

Taxidermie der Stadt

zwischen Nekrophilie und Chirurgie, Normopathie und Bürokratie

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